Snapchat – eine Einführung

Als Mitglied der Facebook-Gruppe "Social Media Women Schweiz" kam ich in den Genuss eines Snapchat-Einsteiger-Workshops bei Bettina Werren, bekannt als Frau W. Was ist Snapchat und wie nutzt man das? Eine Einführung und der Beginn einer Serie.

Snapchat habe ich vor drei oder vier Jahren installiert. Damals erzählte man uns von dieser neuartigen App, die bei Jugendlichen sehr beliebt sei – und leider oftmals für Sexting genutzt werde. Das Besondere an Snapchat ist nämlich, dass die Bilder, Videos oder Texte nach kurzer Zeit von der Bildfläche verschwinden. Das wiegt naive User in Sicherheit.

Mehr aktive Snapchatter als Twitterer

Ich deinstallierte die App nie, nutzte sie bis vor kurzem aber auch nie. Bis Frau W. der Facebook-Gruppe einen Einsteiger-Workshop anbot. Die Nachfrage war riesig und kaum hatte ich mich angemeldet, hatte ich den Eindruck, dass ich täglich irgendwo einen Artikel über Snapchat lese. Snapchat habe in Deutschland mehr aktive User als Twitter, schreibt beispielsweise Futurebiz.

Bei Snapchat ist alles anders

Als Vorbereitung auf den Workshop bei Frau W. begann ich vor zehn Tagen, die App aktiver zu nutzen. Ich schaute mir Geschichten an, versuchte mich selber im Veröffentlichen. Beneidete den gekonnten Einsatz der anderen Snapchatter. Wunderte mich, wo ich die Filter finde, weshalb ich nichts von meiner Camera Roll hochladen oder einen Snap nachträglich bearbeiten kann. Ärgerte mich, dass ich keine Likes verteilen kann.

Bedienung ist kontraintuitiv

Snapchat ist vollkommen anders als Facebook, Twitter und Co. Während diese immer ähnlicher werden – aus dem Favorisieren-Stern auf Twitter ist zum Beispiel ein "Gefällt mir"-Herz geworden – tanzt Snapchat förmlich aus der Reihe. "Kontraintuitiv“, so beschreibt Frau W. die App in ihrem Workshop. Ein treffenderes Wort gibt es dafür kaum.

Die wichtigsten Gesten und Begriffe

Bei Snapchat funktioniert alles mit Wischen, Tippen, Doppeltimmen und Draufhalten. Wer das nicht gewohnt ist, erschrickt mitunter, was man mit diesen Gesten alles auslösen kann.

In den folgenden Blogposts werde ich die verschiedenen Funktionen von Snapchat erklären. Hierfür habe ich eine Liste mit den wichtigsten Begriffen zusammengestellt:

  • Snapchatter
    Anwender von Snapchat
  • Snapcode
    Mein individueller Code, mit dem mich andere Snapchatter einfach als Freund hinzufügen können.
  • Adden
    Wer mich als Freund hinzufügt, addet mich. Ich kann jeden als Freund adden, wenn ich seinen Snapchat-Nutzernamen kenne oder seinen Code scanne.
  • Snap
    Ein Snap ist ein Inhalt, den ich auf Snapchat teile. Snaps kann ich privat mit befreundeten Snapchattern teilen, ich kann aber auch eine Geschichte veröffentlichen.
  • Geschichte
    Eine Sammlung von Snaps, die ich nach und nach zu meiner Geschichte hinzufüge. Die Geschichte ist je nach Privatsphäre-Einstellung für jeden oder nur für meine Freunde sichtbar.
  • Snapscore
    Jeder Snapchatter hat einen Score, der unterhalb seines Snapcodes angezeigt wird. Der Score zeigt an, wie viele Snaps jemand erhalten oder gesendet hat.

 

 

Über die Autorin

Thinh-Lay Bosshart berät und unterstützt Unternehmen bei der digitalen Kommunikation. Sie schreibt regelmässig über ihre Herzblut-Themen Barrierefreiheit und Inklusion, Medien und Medienkompetenz, Suchmaschinen und Menschen sowie E-Mobility.

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